Alkohol - ein paar Gedanken dazu

Alkohol – Ein paar Gedanken dazu

Alkohol ist nach wie vor eines der geduldeten oder besser gesagt legalen Rauschmittel in den meisten Kulturen. Dicht gefolgt von Tabak und seit neustem Cannabis.  

Gefühlt alle 3 Monate gibt es einen neuen Bericht oder eine neuen Studie. Einige ernährungsmedizinischen Studien belegen, wer Wein in Maßen genießt, läuft bei gesunder Lebensweise ein geringeres Risiko, sich eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zuzuziehen. Auch das Alkohol das “gute” HDL-Cholesterin im Blut erhöht und der Bildung von Blutgerinnseln entgegenwirkt. Nach dem britische Weinpapst und Bestsellerautor Hugh Johnson: „Weingenießer sehen gut aus, sind intelligent, sexy und gesund“.

Nun muss ich als Sportler und gesundheitlich fokussierter Mensch, der versucht das maximale aus einem einzelnen Lebenstag herauszuholen aber folgendes dagegenhalten: 

1. Ich schlafe ohne das Glass Wein am Abend besser. Vielleicht nicht besser ein, aber auf jeden Fall besser durch. Ich wache in der Nacht dann nicht auf und schlafe tiefer. Das gilt insbesondere wenn aus dem einen Glass ein Zweites wird. Der Schlaf oder besser ein guter Schlaf ist für mich das Wichtigste für einen tollen Tag, den ich in vollen Zügen geniessen kann und Aktivitäten, die ich geplant habe umsetzen kann. 

2. Die Regeneration nach einem Training ist schneller und effektiver. Was meine ich damit? Alkohol ist für den Körper ein Gift, ein Schadstoff*, der von diesem als „Nicht gut – muss ich sofort abbauen und aus meinem Körper entfernen“ klassifiziert wird. Heißt das unser Körper, insbesondere Darm und Leber, den Alkohol schnellstmöglich abbauen will und dieses auch tut. aus diesem Grund hat er „keine Zeit“ um andere Sachen, die eigentlich viel wichtiger sind, wie Regeneration oder Aufbauen von Zellen, zu kümmern.

Ich selber bin kein Befürworter von Extremen, also der totale Verzicht von einem guten Wein zum Essen oder in einer gemütlichen Runde, aber dem ein oder anderen mag das „Ganz oder Gar nicht“ vielleicht helfen den ersten Schritt zu machen. Ich befürworte lieber die bewusste Entscheidung und die Folgen für oder gegen ein Glas Wein oder Bier. 

Hier meine Prinzipien, die mir persönlich helfen den Alkoholgenuss zu managen:

  • Alkohol ist ein Genussmittel. Er soll in ganz geringen Massen konsumiert werden. 
  • Mindestens an 4 Tagen der Woche keinen Alkohol
  • Keinen hochprozentigen Alkohol 
  • An Tagen, an denen ich abends Sport mache, kein Alkohol. Ich bin auf alkoholfreies Weizenbier umgestiegen. Das ist für mich eine sehrt gute Alternative als Getränk zum Essen. 
  • Ich bin der standardmäßig immer der Fahrer. Das Gute ist als Person, die bekannt ist für seine Begeisterung im Sport, wird einem das „nein“ zum Bier auch gesellschaftlich sehr gerne verziehen.

Seit gut 12 Monaten habe ich meinen Alkoholkonsum stark heruntergefahren und ich fühle mich  leistungsfähiger. Ich schlage einen Test vor – 30 Tage keinen Alkohol und Sie fühlen mal in sich rein, wie sich Ihr Lebensgefühl und Ihre Energie verändert. 

Und nun „Prost“ auf ein gesundet und ereignisreiches 2020. 

Thomas Hammermeister

 

*Alkohol wird in zwei Phasen abgebaut. In einer ersten Phase wird der Alkohol in Azetaldehyd abgebaut. Azetaldehyd ist sehr giftig. Es greift die Zellmembranen an und verursacht zudem indirekte Schäden, indem es hemmend auf Enzymsysteme wirkt. In einer zweiten Phase erfolgt der Abbau in Essigsäure.

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